Institutionelle Anleger setzen auf Nachhaltigkeit - Index-Fonds auf Global Challenges Index erreicht Volumen von über 50 Mio. Euro - 20.12.2011
Trotz der Euro-Krise ist bei der Geldanlage Nachhaltigkeit sehr gefragt: So haben institutionelle Anleger seit September neue Mittel in Höhe von gut 9 Mio. Euro in den NORD/LB AM Global Challenges Index-Fonds (ISIN: DE000A0LGNP3) investiert. Damit beläuft sich das Anlagevolumen des Fonds nun auf mehr als 50 Mio. Euro. Der Index-Fonds bildet den Global Challenges Index (GCX) nahezu 1:1 ab. Der Fonds wird von der NORD/LB Asset Management verwaltet und richtet sich ausschließlich an institutionelle Investoren.
In dem 2007 von der Börse Hannover initiierten Nachhaltigkeitsindex GCX befinden sich Aktien von 50 Unternehmen aus Europa und den G7-Staaten, die besondere Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. "Der GCX schafft Orientierung und Transparenz. Die Nachfrage nach dem GCX-Fonds zeigt, wie sehr die institutionellen Anleger der Aktienauswahl unseres Nachhaltigkeitsindex vertrauen", sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. "Gleichzeitig können sie damit gute Renditen erzielen." Denn auf die vergangenen drei Jahre bezogen schneidet der GCX besser ab als der DAX und der EuroStoxx. Der GCX verzeichnete in diesem Zeitraum eine Wertsteigerung von 32 Prozent (Stand: 16.11.2011).
"Nachhaltiges Investment ist nicht mehr länger nur ein Thema für ethisch orientierte Anleger, sondern überzeugt zunehmend auch den klassischen Aktieninvestor. Nachhaltige Investmentfonds rücken dabei stärker ins Blickfeld, Nettomittelzuflüsse in unseren Nachhaltigkeitsfonds von gut 9 Mio. Euro seit September bestätigen diesen Trend.
Für Anleger ist ein transparenter Investmentprozess wie beim Global Challenges Index unabdingbar, hierdurch ist der Abgleich über ein einheitliches Verständnis beim Thema Nachhaltigkeit gewährleistet.", so Jens Pludra, Fondsmanager des NORD/ LB AM Global Challenges Index-Fonds.
Global Challenges Index der Börse Hannover schlägt den DAX - 18.11.2011
Der Global Challenges Index (GCX), der Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, hat in den vergangenen drei Jahren eine bessere Wertentwicklung verzeichnet als der DAX. Im laufenden Jahr sowie über ein Jahr und über drei Jahre hat der GCX eine deutlich bessere Wertentwicklung als der deutsche Leitindex erzielt. Das geht aus einer neuen Performance-Auswertung der Börse Hannover hervor (Stand: 16.11.2011).
Auf die vergangenen drei Jahre bezogen schneidet der GCX besser ab als DAX und Euro Stoxx. In diesem Zeitraum verzeichnete der GCX eine Wertsteigerung von 32,0 Prozent - der DAX erzielte lediglich ein Plus von 25,5 Prozent, der Euro Stoxx musste sogar ein Minus von 7,7 Prozent hinnehmen. Lediglich der MSCI World lag mit seiner Kursentwicklung über der des GCX: Er steigerte seinen Wert um 37,1 Prozent.
"Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit steigt zwar, aber bei der Geldanlage gerät der Nachhaltigkeitsaspekt nach wie vor oft in Vergessenheit", sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. "Die Entwicklung des GCX zeigt, dass auch nachhaltige Titel hohe Renditen erzielen können."
Der im Herbst 2007 aufgelegte Nachhaltigkeitsindex GCX umfasst insgesamt 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittelständischer Firmen, die durch ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die künftige Geschäftsentwicklung erschließen. Auch starke nachhaltige Unternehmen aus der zweiten Reihe haben die Entwicklung des GCX geprägt. Beispiele dafür sind Svenska Cellulosa und Aurubis mit ihren zukunftsfähigen, ressourcenschonenden Geschäftsmodellen.
Das schwedische Unternehmen Svenska Cellulosa zum Beispiel hat verschiedene Programme eingerichtet, um die Beschaffung von Holz und Fasern aus unerwünschten Quellen für seine Papierprodukte auszuschließen. 100 Prozent der Wald- und Plantagenfläche sind nach dem Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. In den vergangenen drei Jahren hat die Aktie des Unternehmens ein Plus von 57,9 Prozent verzeichnet.
Bei Aurubis handelt es sich mit seinen 4.700 Mitarbeitern zwar um ein vergleichsweise kleines Unternehmen. Jedoch ist es in der Kupferproduktion europäischer Marktführer. Im Recycling dieses bedeutenden Rohstoffs ist Aurubis sogar weltweit führend und leistet damit einen besonderen Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Auf die Sicht von drei Jahren hat dieser Titel eine Performance von rund 44,9 Prozent erzielt.
UmweltBank rückt in den Global Challenges Index auf - 02.09.2011
Mit einem Kredit- und Kapitalanlageangebot, das eine nachhaltige Entwicklung fördert, hat sich die UmweltBank AG für den Global Challenges Index (GCX) qualifiziert. Das Unternehmen ersetzt zum 16. September 2011 das US-amerikanische Unternehmen Evergreen Solar, das den Anforderungen des GCX an die Marktkapitalisierung nicht mehr genügt.
Mit einer „Umweltgarantie“ verpflichtet sich die UmweltBank gegenüber ihren Anlegern, Kredite ausschließlich an umweltverträgliche Projekte zu vergeben. Die Einhaltung dieser Garantie wird durch ein unabhängiges Gremium kontrolliert. Über die Kriterien der Kreditvergabe und die Zusammensetzung des Kreditportfolios schafft die UmweltBank ein hohes Maß an Transparenz. „Damit setzt die UmweltBank einen Maßstab für Klarheit und Offenheit im Bankensektor“, so Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börsen Hamburg und Hannover über die Maßnahmen der UmweltBank. Das nachhaltigkeitsbezogene Engagement der UmweltBank auf der Kreditseite wird auf Anlageseite durch ein umfassendes Angebot nachhaltiger Kapitalanlagen abgerundet.
„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit“, begrüßt Horst P. Popp, Vorstandsvorsitzender der UmweltBank AG, die Aufnahme in den GCX. „Die UmweltBank passt auch deshalb gut in den GCX, weil beiden die Transparenz über Kriterien und Maßnahmen ein zentrales Anliegen ist.“
Der Solarzellen-Hersteller Evergreen Solar fällt aus dem GCX heraus. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht nicht mehr den Regeln des GCX, die eine Mindestmarktkapitalisierung von 100 Millionen Euro vorsehen. „Die Solarbranche leidet unter massiven Überkapazitäten“, bewertet Rolf D. Häßler, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG. „Gleichzeitig werden in führenden Solarmärkten wie Deutschland die Subventionen abgebaut. Hier wird man kritisch beobachten müssen, welche Unternehmen diese Herausforderung meistern können.“
Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal am 16. März 2012 statt.
Pressemitteilung September 2011
Walter Hirche neu im Beirat des Global Challenges Index - 11.08.2011
Walter Hirche, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, verstärkt ab sofort den Beirat des Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX). „Mit Walter Hirche haben wir für den GCX-Beirat einen Experten gewonnen, der sich in verschiedenen Funktionen seit langem sowohl mit Fragen der Wirtschaft als auch der sozialen und umweltbezogenen Nachhaltigkeit beschäftigt“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Ratingagentur oekom research initiiert hat. „Mit seinen umfassenden Kompetenzen wird Herr Hirche die Arbeit des Beirates bereichern.“
Walter Hirche hatte in den vergangenen 40 Jahren verschiedene politische Ämter und gesellschaftliche Funktionen inne. Der FDP-Politiker wurde 1974 erstmals in den Niedersächsischen Landtag gewählt und war unter anderem Vorsitzender des Kultusausschusses des Landtags, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender. Der Wiederwahl in den Landtag 1982 folgten acht Jahre als Wirtschaftsminister in Niedersachsen sowie nach der deutschen Wiedervereinigung in Brandenburg. In den Jahren 1994 bis 2002 gehörte Walter Hirche dem Deutschen Bundestag an. Von 1994 bis 1998 war er zugleich Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. 2003 wurde er erneut Landesminister in Niedersachsen. 1969 wurde er erstmals in die Deutsche UNESCO-Kommission gewählt, seit 2002 ist er deren Präsident. Seit Juni 2010 ist er Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung.
Walter Hirche ersetzt Caspar von Hauenschild, der dem Beirat seit Auflage des GCX angehört hat. Dr. Sandra Lüth: „Wir danken Caspar von Hauenschild sehr für seine engagierte und kompetente Mitarbeit bei der Einführung des GCX. Mit seiner ausgewiesenen Expertise im Bereich der Corporate Governance und Korruptionsbekämpfung hat er maßgeblich dazu beigetragen, diesen Bereich der sieben globalen Herausforderungen im GCX zu gestalten.“ Dem GCX-Beirat gehören neben Walter Hirche derzeit fünf Personen an: Dr. Bernd Balkenhol (ehem. Leiter der Abteilung Social Finance der Internationale Arbeitsorganisation IAO/ILO), Dr. Bernhard Bauske (Leiter Strategische Unternehmenskooperationen, WWF Deutschland), Dr. Hermann Falk (Mitglied der Geschäftsleitung, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Vorsitzender des GCX-Beirates), Sr. M. Juliane Flormann osf (Kloster Sießen) und Dr. iur. Rolf Krämer (Evangelisch-lutherische Landeskirche).
Pressemitteilung August 2011
Global Challenges Index schließt US-Titel EMC aus - 07.03.2011
Der Global Challenges Index GCX schließt das IT-Unternehmen EMC wegen eines Verstoßes gegen die Nachhaltigkeitskriterien aus und nimmt dafür den Industriegasproduzenten Linde auf. EMC hat sich in einem Vergleich mit dem US-Justizministerium dazu verpflichtet, eine Strafe in Höhe von 87,5 Millionen Dollar zu entrichten, weil es Bestechungsgelder gezahlt hatte. Damit verstößt das US-amerikanische Unternehmen gegen das für den GCX definierte Ausschlusskriterium „Korruption“.
Für EMC rückt der deutsche Industriegashersteller Linde in den 50 Titel umfassenden Index auf. Der Konzern zeichnet sich durch ein starkes Engagement in den Handlungsfeldern Klimaschutz und Wasser aus. „Neben einer guten Klimastrategie und dem Angebot von Beratungen zur Energieeffizienz im Anlagenbau ist das Unternehmen seit Jahren aktiv im Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur“, erläutert Rolf D. Häßler, Director Product & Market Development bei oekom research. „Darüber hinaus ist Linde im Bereich der Wasseraufbereitung tätig und unterhält mit Fred-Butler eine Reinigungskette, in der auf CO2-Basis vergleichsweise umweltverträglich gereinigt wird.“
Gute Performance im Jahr 2010
Dass nachhaltiges Wirtschaften und Gewinne für Investoren sich nicht ausschließen, hat die Performance des GCX im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Der Index legte 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Prozent zu. Der MSCI World stieg im selben Zeitraum um 19,5 Prozent. Der GCX legte damit im zweiten Jahr in Folge überdurchschnittlich zu.
Die neue Zusammensetzung ist vom 21.03.2011 an gültig. Das Rebalancing des Nachhaltigkeitsindex GCX erfolgt regelmäßig, um die Einhaltung der strengen Kriterien für Anleger zu garantieren. Die nächste Überprüfung ist für September 2011 geplant.
Pressemitteilung Rebalancing März 2011
Technologieunternehmen Energy Recovery wird in Global Challenges Index aufgenommen - 15.12.2010
Das US-Technologieunternehmen Energy Recovery (ISIN: US29270J1007) rückt in den Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, den Global Challenges Index (GCX), auf. Das Rebalancing findet am 16. Dezember 2010 statt. Clipper Windpower, ein in der Windenergie tätiges Unternehmen, fällt dafür aus dem Index heraus. Grund für den Ausschluss ist die Übernahme durch United Technologies Corporation (UTC). Durch die Integration in den US-Technologiekonzern erfüllt Clipper Windpower die strengen Anforderungen, die der GCX an seine Mitgliedsunternehmen stellt, nicht mehr.
Das mittelständische Unternehmen Energy Recovery hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Meerwasserentsalzungsanlagen substanziell energieeffizienter arbeiten können. Es entwickelt, produziert und vertreibt Druckaustauscher für den energieeffizienten Betrieb solcher Anlagen auf Basis der Umkehrosmose. Gegenüber einer Energierückgewinnung mittels Turbinen kann bei Prozessen wie der Umkehrosmose die Rückgewinnungsrate von bislang ca. 60-70 Prozent auf bis zu 96-98 Prozent gesteigert werden. Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, begrüßt das Rebalancing: „Wir freuen uns sehr, Energy Recovery in den GCX aufnehmen zu können. Das Unternehmen setzt Maßstäbe in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen.“
Google und sanofi-aventis erfüllen Standards für Global Challenges Index nicht mehr - 08.09.2010
Im Rahmen des halbjährlichen Rebalancing scheidet der US-Internetkonzern Google per 17. September 2010 aus dem Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, dem Global Challenges Index (GCX), aus. „Ursachen für den Ausschluss von Google aus dem GCX sind nicht die Diskussionen um sein Street View-Produkt, sondern Defizite im Nachhaltigkeitsmanagement und ein Verstoß gegen international anerkannte Arbeitsrechte“, erläutert Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover, die Entscheidung. So erreicht Google im Rating der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research nicht mehr den für die Aufnahme in den GCX notwendigen Best-in-class-Status. Grund sind unter anderem Defizite bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems sowie bei der Formulierung von Zuliefererstandards in Bezug auf Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit und Gesundheit.
Auch sanofi-aventis wird aus GCX ausgeschlossen
Beim französischen Pharmakonzern sanofi-aventis ist ein Verstoß gegen Arbeitsrechte Ursache für den Ausschluss aus dem GCX. Das Unternehmen steht in der Kritik, in den USA Mitarbeiterinnen systematisch bei der Beförderung übergangen und ihnen für die gleiche Arbeit weniger Lohn ausgezahlt zu haben als ihren männlichen Kollegen. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung hat sich sanofi-aventis nun verpflichtet, bestehende Einkommenslücken aufzudecken und zu schließen. Der Vergleich sieht außerdem Schadensersatz für bis zu 4.000 Pharmareferentinnen vor. oekom research bewertet den Fall als Diskriminierung und damit als Verstoß gegen anerkannte Arbeitsrechte. Die Nachhaltigkeits-Ratingagentur wird den Erfolg der vom Unternehmen eingeleiteten Maßnahmen genau beobachten.
Coloplast und Xerox neu im GCX
Neu in den GCX aufgenommen werden das dänische Gesundheitstechnikunternehmen Coloplast sowie der amerikanische Drucker- und Kopiererhersteller Xerox. Coloplast war bereits zum Start im September 2007 im GCX vertreten, wurde aber wegen zunehmender Defizite im Nachhaltigkeitsmanagement ausgewechselt. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet medizinische Produkte für die Bereiche Stoma-, Wund-, Urologie- und Inkontinenzversorgung. „In den vergangenen Jahren hat Coloplast seine sozialen und umweltbezogenen Anstrengungen wieder deutlich gesteigert und überzeugt durch ein im Branchenvergleich umfangreiches Nachhaltigkeitsverständnis“, sagt Rolf D. Häßler, Director Product & Market Development bei oekom research. Die Wiederaufnahme in den GCX soll dieses verstärkte Engagement des Unternehmens würdigen.
Xerox kann in mehrerlei Hinsicht als Vorreiter seiner Branche bezeichnet werden: So sind nahezu alle Produkte mit dem Energieeffizienz-Label Energy Star ausgezeichnet. Dazu hat der Konzern eine umfassende und ambitionierte Klimaschutzstrategie entwickelt. Zudem hat Xerox konzernweite Richtlinien zu Produktentwicklung und -design hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit und -verwertbarkeit seiner Produkte implementiert.
Drei Jahre GCX
Die im GCX enthaltenen Unternehmen zeigen, dass sich eine nachhaltige Geschäftspolitik lohnt. Pünktlich zu seinem dritten Geburtstag zieht der Index trotz einer turbulenten Börsenphase eine positive Bilanz. „Obwohl die 50 darin enthaltenen Unternehmen rein auf Basis sozialer und ökologischer Analysen in den Index aufgenommen werden, zeigt der GCX seit seinem Launch eine bessere Performance als vergleichbare konventionelle Aktienindizes“, stellt Häßler fest. Auch im Vergleich zu anderen Nachhaltigkeitsindizes gehört der GCX zu den Indizes mit der besten Performance.
Dr. Lüth ist ebenfalls zufrieden mit der bisherigen Entwicklung des GCX: „Das Konzept des GCX, auf eine klare thematische Fokussierung und strenge Auswahlkriterien zu setzen, ist überzeugend.“ Neben der Nutzung als Basis für nachhaltige Anlageprodukte, zum Beispiel durch die Nord/LB Asset Management und das österreichische Bankhaus Schelhammer & Schattera, gewinnt der GCX zunehmend als Benchmark an Bedeutung.
Pressemitteilung Rebalancing September 2010
Global Challenges Index nimmt Sanitärspezialist Geberit auf - 29.03.2010
Das Schweizer Unternehmen Geberit (ISIN CH0030170408) ist ab dem 1. April 2010 Mitglied im Global Challenges Index (GCX), dem Aktienindex der Börse Hannover für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. Dafür wird der japanische Versicherer Sompo Japan nach seiner Fusion mit Nipponkoa aus dem GCX genommen, bis das Nachhaltigkeitsrating der neuen Holding NKSJ Holdings Inc. überprüft wurde. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht sicher, ob die neue Holding den strengen Kriterien des GCX genügt“, so Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Wenn das Rating durch oekom research zu einem positiven Ergebnis führt, ist die neue Holding zukünftig wieder ein Kandidat für den GCX.“
Der Sanitärtechnikanbieter Geberit engagiert sich in besonderem Maße im Bereich wassersparender Produkte. „Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Reduzierung des Wasserbedarfs in der Nutzungsphase der Produkte und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wasserressourcen“, sagt Rolf D. Häßler, Director Business Development bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG. Die Produktpalette ist sowohl für Neubau- als auch für Renovierungs- und Modernisierungsprojekte geeignet.
Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal am 17. September 2010 statt.
Pressemitteilung Rebalancing März 2010
Global Challenges Index: Kanadischer Eisenbahnkonzern neu im Nachhaltigkeitsindex - 16.02.2010
Die Aktie des Schienenlogistikers Canadian National Railway (ISIN CA1363751027) ist künftig im Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover vertreten. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal rückte außerplanmäßig in den Nachhaltigkeitsindex auf, nachdem das bisherige GCX-Mitglied Burlington Northern Santa Fe durch den US-Investor Warren Buffett übernommen wurde und nicht mehr an der Börse notiert wird. Der GCX umfasst weltweit 50 Unternehmen, die besonders strengen ökologischen und sozialen Kriterien genügen, und ist Vergleichsmaßstab für eine Reihe nachhaltiger Investmentprodukte.
Canadian National Railway betreibt Gütertransport-Dienstleistungen in Nordamerika und trägt damit zur Reduzierung der güterverkehrsbedingten Kohlendioxid-Emissionen bei. „In der Vergangenheit hat die Gesellschaft überdurchschnittliches Engagement bei der Reduzierung des Energieverbrauchs bei Transportleistungen gezeigt“, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover.
Der Eisenbahnkonzern hat zudem zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Gleichzeitig engagiert sich das Unternehmen beim Schutz der Artenvielfalt entlang der Bahnstrecken. „Canadian National Railway hat sich formell zu seiner Verantwortung für den Schutz der Natur entlang seiner Trassen bekannt und überwacht systematisch die Auswirkungen des Betriebs auf Flora und Fauna“, so Rolf D. Häßler, Director Business Development bei der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG, die den GCX zusammen mit der Börse Hannover konzipiert hat.
Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das nächste Mal am 19. März 2010 statt.
Pressemitteilung Rebalancing Februar 2010
Global Challenges Index: Medienkonzern Reed Elsevier rückt auf - 05.11.2009
Das britische Medienunternehmen Reed
Elsevier gehört ab heute zu den 50 Aktiengesellschaften im
Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, dem Global Challenges Index
(GCX). Dafür verlässt der Lebensversicherer Friends Provident den
Index. Er wurde vom Investor Resolution übernommen und ist künftig
nicht mehr börsennotiert.
„Reed Elsevier fällt im Branchenvergleich durch besonders ehrgeizige
Klimaschutzmaßnahmen auf, verfügt über entsprechende
Managementstrukturen und hat klare Verantwortlichkeiten festgelegt“,
sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Das
Unternehmen hat eine Klimaschutzstrategie sowie eine
Selbstverpflichtung zur Reduzierung der Klimaauswirkungen
verabschiedet. Reed Elsevier engagiert sich zum Beispiel durch Bezug
von grünem Strom und durch Neutralisierung von Treibhausgas-Emissionen.
„Reed Elsevier strebt an, für die Medienproduktion nur Papier zu
verwenden, das aus legal geschlagenem Holz hergestellt wurde. Das
Unternehmen hat daher Maßnahmen umgesetzt, um den Ursprung des Holzes
nach verfolgen zu können“ sagt Rolf D. Häßler, Director Business
Development bei oekom research AG.
Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das
nächste Mal im März 2010 statt.
Pressemitteilung Rebalancing November 2009
Michelin aus Global Challenges Index ausgeschieden - 10.09.2009
Im Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, dem Global Challenges Index (GCX), ist der französische Automobilzulieferer Michelin künftig nicht mehr vertreten. Da das Unternehmen gegen die strengen Kriterien des Index verstößt, wird es zum 21. September 2009 ausgetauscht. Michelin werden Menschenrechtsverletzungen durch einen Zulieferer in Nigeria vorgeworfen. Nachrücker ist der US-amerikanische Hard- und Softwaredienstleister EMC.
EMC mit Klimastrategie Vorbild für die Branche
EMC entwickelt, produziert und vertreibt Hard- und Softwareprodukte sowie Services für die Speicherung und Verwaltung elektronischer Daten. Das Unternehmen verfolgt eine für die Branche vorbildliche, konzernweit angewandte Klimastrategie. „In der modernen Daten- und Kommunikationstechnik liegen noch große Energiesparpotenziale. EMC geht diese Herausforderung aktiv an, trägt somit zum Klimaschutz bei und gibt ein Beispiel für andere Unternehmen“, sagt Rolf D. Häßler von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research.
Global Challenges Index – Am Puls der Zeit
„Der GCX hat die Turbulenzen der vergangenen Monate gut überstanden“, so Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. „Wie andere internationale Aktienindizes hat der GCX zwar eine starke Korrektur erlebt. Ab dem Zeitpunkt seiner letzten turnusmäßigen Überprüfung im März 2009 ist er stärker gestiegen als wichtige Vergleichsindizes.“ Der GCX legte in diesem Zeitraum um 40,34 Prozent zu, der DJ Euro Stoxx50 um 35,16 Prozent (Stand: 08.09.2009).
Die globalen Herausforderungen, die bei der Titelauswahl für den Index im Fokus sind, stehen international auf der politischen Agenda. Von besonderer Bedeutung ist der Weltklimagipfel, auf dem Anfang Dezember 2009 über die Zukunft des Klimaschutzes verhandelt und entschieden wird. Die Regelungen für ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll werden maßgeblich dafür sein, mit welchen Herausforderungen die Unternehmen in den kommenden Jahren konfrontiert sind.
Michelin werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen
Umweltorganisationen werfen Michelin Menschenrechtsverletzungen bei der Ausdehnung von Kautschukplantagen eines Zulieferers in Nigeria vor. Den Vorwürfen zufolge wurden dazu die Landrechte indigener Dorfgemeinschaften ohne deren Zustimmung beschnitten, ohne diese dafür angemessen zu entschädigen. Durch die Zerstörung der Äcker sei ihnen die Lebensgrundlage genommen worden. Zudem kam durch die Plantage auch die Versorgung mit traditionellen Heilpflanzen und Fleisch aus dem Wald zum Erliegen. Darüber hinaus gibt es glaubwürdige Berichte über Einschüchterungen der Anwohner durch angeheuerte Polizeikräfte.
Über den Global Challenges Index
Der Global Challenges Index (GCX) wurde von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Agentur oekom research AG, München, entwickelt und am 3. September 2007 lanciert. Er umfasst 50 Unternehmen, die substanzielle und richtungweisende Beiträge zur Bewältigung folgender großer globalen Herausforderungen leisten: die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels, die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser, ein nachhaltiger Umgang mit Wäldern, der Erhalt der Artenvielfalt, der Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung, die Bekämpfung der Armut sowie die Etablierung von Governance-Strukturen. Die Aufnahme in den Index würdigt die Aktivitäten der Unternehmen in diesen globalen Handlungsfeldern. Ein Beirat, dem Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, von Transparency International, vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, der ILO sowie vom WWF angehören, hat die beiden Initiatoren bei der Konzeption und Weiterentwicklung des Index beraten und begleitet den Index aktiv.
Das nächste Rebalancing des Index wird Ende März 2010 vorgenommen.
Pressemitteilung Rebalancing September 2009
Mehr CO2-Ausstoß der Arktis durch Hochwasser - 26.08.2009
Je feuchter die arktische Tundra wird, desto mehr Kohlendioxid (CO2) wird sie abgeben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der San Diego State University in der Fachzeitschrift "Global Biogeochemical Cycles". Bisher weiß man, dass im Permafrostboden der Arktis große Mengen von Kohlenstoff stecken und bei Freisetzung infolge der Erderwärmung eine globale Bedrohung darstellen könnten. Welche Prozesse dabei genau zu erwarten sind, weiß man jedoch noch kaum.
Im einem Experiment an einem See der North Slope-Region Alaskas konnten nun Forscher bestimmte Annahmen über Zusammenhänge der globalen Erwärmung in der Tundra widerlegen. Die Forscher waren davon ausgegangen, dass ein höherer Wasserstand den CO2-Ausstoß reduzieren würde. Denn sowohl die Vegetation als auch aerobe Mikroorganismen im darunter liegenden Erdboden, die bei der Zersetzung von pflanzlicher Biomasse CO2 abgeben, würden dadurch an Sauerstoff und Licht beraubt, was die Emissionen senken würde. Doch das Gegenteil war der Fall. Ein Seeabschnitt mit gestiegenen Wasser gab mehr CO2 ab, während der Teil, der entwässert worden ist, sowie ein Kontrollabschnitt unverändert viel CO2 absorbierten. Die Forscher erklären diese Beobachtung durch anaerobe Mikroorganismen im Boden, die auch ohne Sauerstoff CO2 produzieren und unter überschwemmten Land sogar besonders üppig gedeihen.
"Das ist ein Hinweis dafür, dass die hydrologischen Änderungen in der Arktis unerwartete Ergebnisse liefern werden", berichtet die Forschungsleiterin Donatella Zona.
EU-Umweltagentur: Rückgang von CO2-Emissionen - 09.07.2009
Laut einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) sind 2007 die CO2-Emissionen der 27 EU-Staaten im dritten Jahr in Folge gesunken. Der europäische Treibhausgasausstoß ist verglichen mit 2006 um 1,2 Prozent zurückgegangen und liegt nun rund neun Prozent unter dem Niveau von 1990. Betrachtet man die 15 alten EU-Staaten, haben sich deren Emissionen jedoch nur um fünf Prozent gegenüber 1990 verringert. Um ihr Kyoto-Ziel zu erreichen, müssten sie ihre Emissionen bis 2012 noch um acht Prozent senken.
Weitere Informationen unter:
www.eea.europa.eu/pressroom/newsreleases/2009-greenhouse-inventory-report
Artenschwund birgt Risiken für Unternehmen und Investoren - 04.06.2009
Die
Zukunft ganzer Branchen ist abhängig vom Erhalt der Artenvielfalt. So
lautet das Ergebnis des „Theme Report Biodiversity“, das der
Europäische Fachverband für nachhaltiges Investment (Eurosif) gemeinsam
mit der Nachhaltigkeitsratingagentur oekom research heute publiziert.
Das Hintergrundpapier richtet sich in erster Linie an Investoren,
Fondsmanager und Vermögensverwalter.
Matt Christensen,
Geschäftsführer von Eurosif: "Der Verlust der Artenvielfalt und die
Einschränkungen der Ökosystem-Leistungen beinhalten Risiken für
zahlreiche Bran-chen. Gleichzeitig eröffnet das aktive Management
dieser Aspekte im Rahmen eines umfassenden sozialen und umweltbezogenen
Managementsystems neue Marktchan-cen. Für den Finanzsektor zählen dazu
unter anderem neue Finanzprodukte mit Bezug zum CO2-Management und
-Handel, spezifische Bankleistungen oder Nachhaltigkeits-fonds mit
Fokus auf Biodiversität und Umwelttechnologien."
Vor allem Land-
und Forstwirtschaft, Papierindustrie und Tourismus sind angewiesen auf
den Erhalt der Artenvielfalt, intakte Böden und Landschaften. Neben
Bau- und Bergbauunternehmen sind es jedoch diese Branchen, die auch
besonders stark in das System eingreifen.
Biodiversität ist
damit eine risikorelevante Größe für Unternehmen und Branchen. Der
Bericht unterscheidet verschiedene Risikokategorien: beispielsweise
regulatorische und physische Risiken, aber auch Marktpreis- und
Reputationsrisiken. Die Autoren zeigen für die genannten Branchen, wo
die konkreten Bedrohungen aber auch die Chancen von Unternehmen liegen.
Rolf
D. Häßler, Director Business Development bei oekom research resümiert:
"Derzeit lässt sich der ökonomische Wert von Biodiversität und
Ökosystem-Leistungen nicht umfassend bestimmen. Klar aber ist, dass
sich diejenigen Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile erarbeiten,
die Biodiversitätsaspekte in ihr Nachhaltigkeits- beziehungsweise
Risikomanagement integrieren. Der Schwerpunkte sollte dabei auf der
Identifikation, Messung und externen Berichterstattung der positiven
wie negativen Auswirkungen der eigenen Aktivitäten auf Artenvielfalt
und Ökosysteme liegen."
Den sechseitigen „Theme Report Biodiversity“ können Sie herunterladen unter:
www.eurosif.org/publications/sector_theme_reports
Anstieg der Meeresspiegel – Klimawissenschaftler warnen vor verheerenden Auswirkungen - 17.04.2009
Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge könnte der Meeresspiegel bis 2100 um mehr als einen Meter ansteigen. Im letzten Bericht des Weltklimarats IPCC von 2007 war man noch von einem Anstieg in Höhe von 18 bis 59 Zentimetern ausgegangen. Die neuesten Ergebnisse, die im März im Rahmen einer Konferenz in Kopenhagen diskutiert wurden, berücksichtigen unter anderem das verstärkte Abschmelzen der Polkappen.
Die Folgen des Meeresspiegelanstiegs wären fatal: 600 Millionen Menschen, fast zehn Prozent der Weltbevölkerung, leben in tief liegenden Gebieten und wären somit von Überschwemmungen bedroht.
Weiter Informationen unter:
www.climatecongress.ku.dk
UNESCO-Report 2009: Wasser wird immer knapper - 23.03.2009
Die Nachfrage nach Wasser war noch nie so hoch wie heute. Und aufgrund von Bevölkerungswachstum, steigender Lebensstandards und Energieerzeugung wird sie noch weiter ansteigen. So die Kernaussage des dritten UNESCO-Weltwasserberichts „Water in a Changing World“, der am 12. März 2009 in New York vorgestellt wurde. Mit ihrem Weltwasserbericht legt die UNESCO alle drei Jahre eine umfassende Bewertung der Süßwasservorräte vor.
Die Weltbevölkerung, die derzeit auf etwa 6,6 Milliarden Menschen geschätzt wird, wächst jährlich um ca. 80 Millionen Menschen, die zusätzlich 64 Milliarden Kubikmeter Wasser benötigen. Bis 2050 sollen 9 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Dieser Bevölkerungszuwachs lässt die Nachfrage nach Wasser allein in der Landwirtschaft um 70 bis 90 Prozent steigen. Ein Beispiel zeigt, wie sich veränderte Essgewohnheiten und Nahrungsproduktion auf den Wasserverbrauch auswirken: Ein Chinese, der 1985 nur 20 Kilogramm Fleisch gegessen hat, konsumiert heute über 50 Kilogramm. Gerade die Fleischproduktion ist besonders wasserintensiv, da für die Viehfütterung viel Getreide benötigt wird und somit viel Wasser. In einem Kilogramm Rindfleisch stecken bis zu 16.000 Liter Wasser.
Weitere Informationen unter:
http://portal.unesco.org/en
Finanzkrise eröffnet Chancen für nachhaltige Investments - 12.03.2009
Keine Veränderungen im Global Challenges Index
Im Rahmen der regulären Überprüfung der Zusammensetzung des Global Challenges Index (GCX), dem Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, werden zum 23. März 2009 keine Unternehmen ausgetauscht. Alle 50 derzeit im Index geführten Titel genügen weiterhin den sehr strengen Auswahlkriterien. Das nächste reguläre Rebalancing des GCX findet im September 2009 statt.
„Der Global Challenges Index hat sich im Vergleich zu anderen Indizes behauptet“, sagt Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Aber wie konventionelle Produkte haben auch nachhaltige Investments an Wert verloren. Während der GCX im Jahr 2008 38,7 Prozent verlor, büßte der MSCI World im gleichen Zeitraum -39,57 Prozent ein, der DJ EuroStoxx 50 sogar -41,51 Prozent.
Nachhaltige Investments profitieren von Transparenz
Aus der aktuellen Finanzkrise werden nachhaltige Investments nach Meinung der unabhängigen Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG gestärkt hervorgehen und weiter an Bedeutung gewinnen. Diese Einschätzung basiert vor allem auf zwei Beobachtungen: Zum einen ist der Bedarf der Investoren an
Transparenz und umfassenden Informationen im Zuge der Finanzkrise stark gestiegen. Viele Anleger wollen die Produkte und die mit ihnen verbundenen Chancen und Risiken besser verstehen, als dies bei manchen Anlageprodukten der jüngeren Vergangenheit der Fall war - ein Umstand, dem der Global Challenges Index umfassend Rechnung trägt. Alle in ihm gelisteten Unternehmen werden porträtiert, ihre sozialen und umweltbezogenen Stärken und Schwächen dargestellt und die Gründe für ihre Auswahl in den Index offen kommuniziert.
Verstärkte Nachfrage seitens institutioneller Investoren
Zum anderen steigt das Engagement institutioneller Investoren bei nachhaltigen Investments. So intensivieren die Kirchen ihre Anstrengungen zur Integration von sozialen, ökologischen und ethischen Aspekten in ihre Kapitalanlage. Gleichzeitig mischen sie sich in die öffentliche Diskussion zu den Ursachen der Finanzkrise ein und fordern auch von anderen Anlegern die Berücksichtigung der Prinzipien der Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage. „Auch bei Stiftungen und anderen institutionellen Investoren gewinnt das Thema spürbar an Bedeutung“, sagt Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research AG.
Pressemitteilung Rebalancing März 2009
Treibhausgasemissionen steigen weiter - 02.02.2009
Entgegen ihrer Verpflichtung im Kyoto-Protokoll, nimmt der Ausstoß von
Treibhausgasen in den Industrieländern weiter zu. Nach aktuellen Zahlen
des UN-Klimasekretariats sind insbesondere Japan und Kanada weit von
ihren Klimazielen entfernt. Aber auch europäische Staaten, darunter
Österreich, Dänemark und die Schweiz, müssen ihre Anstregungen deutlich
erhöhen, um ihre Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll zu erreichen. In den
Industrieländern, die sich im Kyoto-Protokoll zu einer Reduzierung
verpflichtet haben, stiegen die Emissionen von Treibhausgasen zwischen
2000 und 2006 um insgesamt 2,3 %.
Weitere Informationen unter:
www.unfccc.int
UNEP stellt "Initiative Grüne Wirtschaft" vor - 08.12.2008
Die "Initiative Grüne Wirtschaft" soll nach den Vorstellungen von UNEP,
dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, Investitionen in
umweltfreundliche Technologien fördern. Wenn verstärkt in
natürliche Infrastruktur wie Wälder und Böden investiert wird, könnten,
so die UNEP, "grüne" Arbeitsplätze in mehreren Schlüsselsektoren
entstehen. Als Beispiele werden verschiedene umweltfreundliche Energien
und Technologien genannt, darunter Recycling und nachhaltige Biomasse,
biologische Landwirtschaft, Ökosystem-Infrastruktur und nachhaltige
Städte. In den kommenden beiden Jahren will die UNEP konkrete
Handlungsempfehlungen für einen Wandel zu einer grünen Wirtschaft zur
Verfügung stellen.
Mehr Informationen unter www.unep.org
Börse Hannover: Nachhaltige Publikumsfonds immer beliebter - 24.11.2008
Im deutschsprachigen Raum hat sich das Angebot an nachhaltigen Publikumsfonds in knapp drei Jahren mehr als verdoppelt. Ende September 2008 konnten Anleger aus 254 Produkten auswählen; Ende 2005 waren es 116. Das geht aus den aktuellen Marktdaten des Sustainable Business Institute (SBI) der European Business School in Oestrich-Winkel hervor. Auch auf der Nachfrageseite gibt es einen Wachstumstrend, bestätigt Sandra Lüth, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover: „Wir stellen seitens der Anleger ein gestiegenes Interesse an Nachhaltigkeitsfonds fest. Deshalb sind an der Börse Hamburg mittlerweile 46 Nachhaltigkeitsfonds zum Handel zugelassen.“
Steigendes Interesse bei Privatanlegern
Zum 31. Dezember 2007 waren im gesamten deutschsprachigen Raum 33,2 Milliarden Euro nachhaltig investiert, 17,1 Milliarden Euro davon in Publikumsfonds. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Studie des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Demnach waren in nachhaltigen Publikumsfonds mehr Gelder verwaltet als in Mandaten für institutionelle Investoren, die ein Volumen von 13,6 Milliarden Euro hatten. „In den nächsten Jahren werden vor allem institutionelle Investoren die maßgeblichen Treiber für nachhaltige Kapitalanlagen im deutschsprachigen Raum sein“, prognostiziert Rolf D. Häßler, Director Business Development der Nachhaltigkeits- Ratingagentur oekom research.
Im deutschsprachigen Raum strengere Nachhaltigkeitskriterien
Auch in Europa setzen sich nachhaltige Kapitalanlagen durch. Zum 31. Dezember 2007 wurden in der Eurozone 2.665 Milliarden Euro unter Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien verwaltet, so das European Social Investment Forum (EUROSIF). Spitzenreiter ist Großbritannien mit 987,7
Milliarden Euro. Da der Begriff „Nachhaltigkeit“ nicht eindeutig definiert ist, fallen hierunter allerdings auch Investments, die nur einzelne Ausschlusskriterien wie beispielsweise „keine Kinderarbeit“ berücksichtigen. In der Eurozone machen solche Anlagen 81 Prozent aus, während nur 19 Prozent nach strengen Nachhaltigkeitskriterien auswählen. Im deutschsprachigen Raum zählen laut der EUROSIF-Studie hingegen nur Kapitalanlagen zu nachhaltigen Investments, die ausschließlich strenge Kriterien anwenden.
Strenge Kriterien beim Global Challenges Index (GCX)
Solch einen strengen Ansatz verfolgt der GCX. Der Nachhaltigkeitsindex, der 2007 von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research entwickelt wurde, wählt 50 internationale Unternehmen in einem zweistufigen Auswahlprozess aus. Im ersten Schritt prüft oekom research im Rahmen des oekom Corporate Ratings die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards durch die Unternehmen. Nur diejenigen, die den strengen Anforderungen genügen und den oekom PRIME Status erreichen, kommen in die engere Auswahl (Best-in-Class-Ansatz). Prinzipiell ausgeschlossen von der Aufnahme in den Index sind Unternehmen, die gegen definierte Ausschlusskriterien verstoßen. In einem zweiten Schritt identifiziert oekom research diejenigen Unternehmen, die substanzielle Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten und sich dadurch Chancen eröffnen. „Der GCX stellt eine Innovation auf dem Finanzmarkt dar. Er ist ein Indikator für Unternehmen, die sich den Themen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility verantwortungsvoll stellen“, sagt Sandra Lüth.
Nachhaltigkeit rechnet sich
Zwar musste auch der GCX im Laufe der Börsenturbulenzen Einbußen hinnehmen: Er verlor in den letzten 12 Monaten rund 35 Prozent. Damit schlägt der Nachhaltigkeitsindex aber Leitindizes wie den DJ Euro Stoxx50, der um etwa 44 Prozent fiel. „Langfristig sichern sich die Unternehmen Chancen für die Zukunft, von denen auch Anleger profitieren könnten“, ist sich Sandra Lüth sicher. Mit Produkten auf den GCX wie dem im Oktober 2008 aufgelegten „Superior 6 – Global Challenges“-Fonds des Bankhauses Schelhammer & Schattera können Anleger an der Entwicklung des Index partizipieren.
Pressemitteilung der Börsen Hamburg und Hannover
Überfischung kostet 1,5 Billionen Euro - 13.10.2008
Der WWF fordert angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Verluste durch die Plünderung der Meere ein konsequentes Umsteuern in der Fischereipolitik. Nach einer im Oktober von der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO veröffentlichten Studie gehen der globalen Fischerei wegen schwindender Fischbestände jährlich mindestens 50 Milliarden US-Dollar (36,6 Milliarden Euro) verloren. Für die vergangenen drei Dekaden summiert sich der wirtschaftliche Verlust auf zwei Billionen US-Dollar (1,46 Billionen Euro). Dies entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt Italiens.
77 Prozent der globalen Fischbestände gelten als bis an ihre Grenzen befischt oder überfischt. Wird die rücksichtlose Ausbeutung nicht gestoppt, könnten die Meere im Jahr 2050 leer gefischt sein.
„Der gesamtwirtschaftliche Schaden rund um den Globus ist noch weitaus größer als von Weltbank und FAO berechnet. Denn die Kosten für die Zerstörung wertvoller Korallenriffe durch Schleppnetze, für Beifänge oder illegale Fischerei sind nicht eingerechnet“, betont WWF-Meeresexperte Stephan Lutter. Jährlich werden viele Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere als nutzloser Müll wieder über Bord geworfen – darunter zum Beispiel 250.000 Meeresschildkröten und 300.000 Wale. „Diese unglaubliche Verschwendung hat noch kein Preisschild“, so Lutter.
Weite Teile der Fischindustrie überleben nur noch, weil die Politik sie Jahr für Jahr mit über 22 Milliarden Euro Steuergeldern am Leben hält. „Dieses kranke System braucht eine Generalüberholung. Von einer nachhaltigen Fischerei werden alle Beteiligen profitieren – vor allem aber die Meere“, so Lutter. Die EU müsse jetzt beherzt die Reform ihrer bislang gescheiterten Fischereipolitik in Angriff nehmen.
Die Studie „The Sunken Billions“ der Weltbank und der UN-Welternährungsorganisation FAO finden Sie unter:
http://go.worldbank.org/MGUTHSY7U0
Österreichs Nachhaltigkeitsfonds-Spezialist bringt „Global Challenges“ Fonds auf den Markt - 11.09.2008
Die Bankhaus Schelhammer & Schattera Kapitalanlagegesellschaft legt ihren sechsten Ethik- bzw. Nachhaltigkeitsfonds auf. Mit dem „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ wird die Fondspalette des Nachhaltigkeits-Spezialisten um einen Themenfonds ergänzt.
Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG Geschäftsführer Mag. Gerhard Tometschek: „Mit dem neuen Fonds haben wir ab sofort sowohl für ethisch als auch für ökologisch orientierte Investoren das richtige Produkt. Wir sind überzeugt davon, dass dieser Themen-Fonds auch in extrem schwierigen Kapitalmarktzeiten, wie wir sie jetzt erleben, für viele Anleger, sowohl bei Institutionellen als auch im privaten Bereich, sehr attraktiv sein wird.“
Der fundamentale Unterschied zu vielen anderen Themenfonds am Markt ist die Tatsache, dass der „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ nicht rein produktorientiert ist, sondern die Auswahl nach streng definierten Nachhaltigkeitskriterien erfolgt, die im so genannten Frankfurt-Hohenheimer-Leitfaden festgelegt sind.
Der „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ ist auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends ausgerichtet, denen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüberstehen:
- die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
- die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
- die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
- den Erhalt der Artenvielfalt
- den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
- die Bekämpfung der Armut
- die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs-(Governance-)Strukturen.
Das Fondsmanagement des „SUPERIOR 6 – Global Challenges“ investiert ausschließlich in Aktien von Unternehmen, die im Gobal Challenges Index der BÖAG Börsen AG enthalten sind (die BÖAG Börsen AG ist die Trägergesellschaft der Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover). Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG ist die erste österreichische Kapitalanlagegesellschaft, die einen Fonds, der auf diesem Index basiert, auf den Markt bringt.
Gerhard Tometschek: „Mit dem Global Challenges Index haben wir erstmals auch eine Benchmark, an der man die Fondsentwicklung messen kann. Das ist insbesondere bei institutionellen Anlegern, wie beispielsweise Pensionsfonds, ganz wesentlich für eine Investment-Entscheidung.“
Im Auftrag der Börse Hannover hat die oekom research AG das Konzept für den Global Challenges Index entwickelt und dessen Zusammensetzung bestimmt. Dieser Index bildet das Investmentuniversum des Fonds, wobei der Index aber nicht exakt nachgebildet wird.
Der Global Challenges Index (GCX) umfasst 50 Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung für die zukünftige globale Entwicklung aktiv stellen, indem sie substanzielle und richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen leisten.
Der Index setzt sich aus weltweit tätigen Großunternehmen wie BT Group, Ricoh oder Henkel sowie kleinen und mittleren Unternehmen – so genannten „Potentials“, die vor allem durch ihre Produkte und Dienstleistungen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, wie Evergreen Solar, BWT oder Vestas Windsysteme – zusammen.
Die Gewichtung der Unternehmen erfolgt nach Marktkapitalisierung, wobei Einzelwerte mit maximal zehn Prozent gewichtet werden. An österreichischen Unternehmen im Index finden sich BWT und Mayr-Melnhof. Geografisch ist der Index auf Unternehmen aus Europa und den G7-Staaten fokussiert.
Die Zusammensetzung des GCX wird jeweils Ende März und Ende September überprüft. Unternehmen, welche die definierten Anforderungen nicht mehr erfüllen, werden zu diesen Stichtagen ausgetauscht.
„SUPERIOR 6 – Global Challenges“ Facts
Fondstyp: Aktienfonds
Auflagedatum: 16.10.2008
Rechnungsjahr: 16.10. bis 15.10.
Ausschüttung: jährlich am 15.12.
Depotbank: Bankhaus Schelhammer & Schattera AG
Ausgabeaufschlag: 4%
Verwaltungsgebühr: 1,2% p. a.
Risikoeinstufung: hoch
Anteilscheine: Ausschüttend AT0000A0AA60 / Thesaurierend AT0000A0AA78
Pressemitteilung Schelhammer & Schattera AG
Börse Hannover: Norddeutsche Affinerie in Global Challenges Index aufgenommen - 11.09.2008
Norddeutsche Affinerie und sanofi-aventis ersetzen Electrolux und Unilever – Gute Performance des Nachhaltigkeitsindex GCX seit Start vor einem Jahr – Neues Lizenzprodukt in Österreich aufgelegt
Im Rahmen der regulären Überprüfung der Zusammensetzung des Global Challenges Index (GCX) werden zwei Unternehmen mit Wirkung zum 22. September 2008 ausgetauscht: Der französische Pharmakonzern sanofi-aventis und der deutsche Kupferproduzent Norddeutsche Affinerie rücken in den Index. Sie ersetzen den schwedischen Haushaltsgerätehersteller Electrolux sowie den britisch-niederländischen Lebensmittelkonzern Unilever, die beide gegen die strengen Kriterien des Nachhaltigkeitsindex verstoßen.
Die Einsteiger: sanofi-aventis und Norddeutsche Affinerie
Für sanofi-aventis spricht deren umfassendes Programm zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in Entwicklungsländern. So spendet das Unternehmen hier beispielsweise Arzneien und Impfstoffe, verkauft diese Produkte zu reduzierten Preisen und unterstützt die Gesundheitsausbildung sowie den Ausbau der medizinischen Infrastruktur in diesen Ländern. Die Norddeutsche Affinerie überzeugt als weltweit größter Kupferrecycler: Durch den Einsatz von Altmetall werden Ressourcen und Umwelt geschont. Zudem werden problematische kupferhaltige Abfälle wie beispielsweise Elektroschrott durch Recyclingverfahren sicher und wirtschaftlich sinnvoll entsorgt.
Der Global Challenges Index: Einjähriges Jubiläum
Der GCX wurde im September 2007 von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research AG lanciert. Die Initiatoren sind mit der bisherigen Entwicklung des Index zufrieden. Sandra Lüth, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover: „Das Konzept, einen Nachhaltigkeitsindex mit klarer thematischer Fokussierung und strengen Regeln aufzulegen, ist aufgegangen. Wir registrieren ein wachsendes Interesse am Global Challenges Index.“
Wie andere internationale Aktienindizes musste der GCX angesichts turbulenter Börsenentwicklungen in den vergangenen zwölf Monaten zwar Einbußen hinnehmen. Seine Wertentwicklung war aber besser als die wichtiger Vergleichsindizes. Im laufenden Jahr konnte der GCX beispielsweise den DJ Euro Stoxx 50 deutlich hinter sich lassen: Während dieser seit Jahresanfang 23,49 Prozent einbüßte, verlor der GCX nur 16,32 Prozent (Stand: 10. September 2008). „Dieses Ergebnis zeigt, dass auch ein rein unter sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien zusammengestellter Index wirtschaftlich erfolgreich sein kann“, so Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research. „Der Global Challenges Index ist ein weiterer Beweis dafür, dass man bei nachhaltigen Kapitalanlagen nicht auf Rendite verzichten muss.“ Der GCX verfügt über besonders strenge Kriterien. So schließt er zum Beispiel Unternehmen aus, die gegen Standards in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte, Korruption und Bestechung verstoßen oder in der Produktion von Atomenergie, Rüstungsgütern, Bioziden und genmanipulierten Organismen tätig sind.
„Superior 6 – Global Challenges“: Neues Lizenzprodukt
Auch das österreichische Bankhaus Schelhammer & Schattera setzt zukünftig auf den GCX: Pünktlich zum ersten Geburtstag des Index legt die auf nachhaltige Investments spezialisierte Bank der römisch-katholischen Kirche in Österreich ein neues Lizenzprodukt darauf auf. Der Themenfonds „Superior 6 – Global Challenges“ wird ausschließlich in Aktien investieren, die im GCX enthalten sind. „Wir sind überzeugt, dass dieser Themenfonds auch in extrem schwierigen Kapitalmarktzeiten, wie wir sie jetzt erleben, für viele Anleger, sowohl bei Institutionellen als auch im privaten Bereich, sehr attraktiv sein wird“, so Gerhard Tometschek, Geschäftsführer der Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG. „Mit dem Global Challenges Index haben wir erstmals auch eine Benchmark, an der man die Fondsentwicklung messen kann. Das ist insbesondere bei institutionellen Anlegern wie beispielsweise Pensionsfonds ganz wesentlich für eine Investmententscheidung.“ Der neue Fonds ergänzt die bestehende Palette von Produkten auf den GCX, die von der NORD/LB und der NORDCON Investment AG aufgelegt wurden.
Hintergrund zum Ausschluss von Electrolux und Unilever
Electrolux und Unilever werden beide aufgrund von Arbeitsrechtsverstößen in ihrer Zuliefererkette aus dem GCX ausgeschlossen. So verstößt Electrolux gegen das Ausschlusskriterium Kinderarbeit. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Verstöße vom Unternehmen selbst aufgedeckt und öffentlich gemacht wurden. Anders Unilever: Hier ist die niederländische Menschenrechtsorganisationen SOMO unter anderem auf Diskriminierung durch sexuelle Nötigung und erzwungene Schwangerschaftstests auf einer konzerneigenen Teeplantage in Kenia gestoßen. Nach Aussage von SOMO setzt sich Unilever nicht ernsthaft mit den aufgezeigten Missständen auseinander, sondern verweist lediglich auf die bestehende Rechtslage und vorhandene Beschwerdemechanismen.
Pressemitteilung Rebalancing September 2008
Börsen Hamburg und Hannover: Neues Nachhaltigkeitsportal online - 01.09.2008
Pünktlich zum ersten Geburtstag des Global Challenges Index (GCX), dem Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, starten die Börsen Hamburg und Hannover ihr neues Nachhaltigkeitsportal (unter http://nachhaltigkeit.boersenag.de erreichbar). Das Anlegerinteresse an Nachhaltigen Investments wächst – und das entsprechende Produktangebot vergrößert sich stetig. Allein im ersten Halbjahr 2008 ist die Zahl der nachhaltigen Publikumsfonds nach einer Untersuchung des Sustainable Business Institute (SBI) um 45 auf 223 Produkte gestiegen, ein Plus von 23 Prozent. Auch die Börse Hamburg verzeichnet bei nachhaltigen Fonds einen lebhaften Handel. Mit 5,6 Millionen Euro Umsatz im laufenden Jahr ist der Pioneer Funds – Global Ecology (WKN A0MJ48) derzeit Spitzenreiter (Stand: 1. September 2008). „Wie unsere Umfrage zum Jahresende 2007 ergeben hat, betrachten mehr als die Hälfte der Befragten Nachhaltige Technologien als zukunftsträchtigen Bereich für die Geldanlage. Mit unserem neuen Portal reagieren wir auf das gestiegene Interesse sowie auf das Informationsbedürfnis der Anleger an nachhaltigen Investments und schaffen einen Überblick über die vielfältigen Investitionsmöglichkeiten“, erläutert Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover. Unter http://nachhaltigkeit.boersenag.de erhalten Interessierte detaillierte Auskünfte zu allen Produkten, in die nachhaltig investiert werden kann: Aktien, Fonds, Renten und Zertifikate.
Neben aktuellen Nachrichten rund um das Thema Nachhaltigkeit stehen Papiere, die an den Börsen Hamburg und Hannover gehandelt werden können, im Mittelpunkt. Im Bereich Aktien sind das die 50 im GCX abgebildeten Unternehmen. Der Index wurde auf Initiative der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG entwickelt und ist eine echte Innovation am Finanzmarkt. Er enthält Unternehmen, die sich aktiv den globalen Herausforderungen dieses Jahrtausends stellen. Zu ihnen zählen unter anderem große Gesellschaften wie Google, aber auch kleinere wie das schwedische Immobilienunternehmen JM Group, das sich für eine bessere Energieeffizienz bei Gebäuden einsetzt. In der Rubrik Fonds sind alle derzeit an der Börse Hamburg gelisteten Nachhaltigkeitsfonds aufgeführt. Zu den einzelnen Produkten können Kurse, Charts und Unternehmensinformationen abgerufen werden.
Das Nachhaltigkeitsportal führt die Reihe der von den Börsen Hamburg und Hannover konzipierten Informationsportale fort. Nach Geschlossenen Fonds - Zweitmarkt, Maritimen Investments und Immobilien Investments sind Nachhaltige Investments das vierte Anlagethema, über das die Börsen Hamburg und Hannover umfassend informieren.
Pressemitteilung der Börsen Hamburg und Hannover
Weltwasserwoche 2008 - 18.08.2008
Vom 17. bis 23. August 2008 treffen sich Experten, Politiker und Wirtschaftsvertreter in Stockholm zur Weltwasserwoche 2008. „Wassermangel ist eines der drängenden Probleme unserer Zeit und nicht nur eine Frage des reinen Vorhandenseins der Ressource, sondern auch des Zugangs und der Nutzung. Wir brauchen ein weltweites, international koordiniertes Wassermanagement“, erklärt WWF-Experte Martin Geiger.
Hinter jedem Produkt des alltäglichen Lebens verstecken sich wahre Fluten – und die kommen nicht aus der wohnortnahen Quelle, sondern je nach Herkunft auch aus Regionen, die unter Wasserknappheit und Dürre leiden. Unter dem Begriff „Virtuelles Wasser“ fassen Experten daher die Menge an sauberem Wasser zusammen, die zur Herstellung eines Produkts verbraucht, verdunstet oder verschmutzt wird. So werden für einen Hamburger aus Rindfleisch 2400 Liter benötigt, in einer Tüte Kartoffelchips (200g) stecken 185 Liter Wasser und ein Neuwagen verbraucht im Laufe seiner Herstellung – durch hohen Rohstoff- und Materialaufwand – 450.000 Liter Wasser.
„Es liegt an den Unternehmen bei der Herstellung von Produkten auf einen nachhaltigen und umweltschonenden Wasserverbrauch zu achten“, sagt WWF-Wasserexperte Martin Geiger und fordert zugleich von der Politik: „Regierungen sollen mit gutem Beispiel vorangehen und einen Politikrahmen für verantwortungsvollen Umgang mit Wasser setzen.“
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.wwf.de/themen/politik/wasserpolitik/weltwasserwoche-2008
ILO: Beschäftigung in globalisierter Welt fairer gestalten - 04.08.2008
Die Internationale Arbeitskonferenz, das oberste Organ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), hat eine „Erklärung über soziale Gerechtigkeit für eine faire Globalisierung“ verabschiedet.
Die Erklärung erkennt die Wohlfahrtsgewinne durch Globalisierung an, die vielen Länder hohe Wachstumsraten und die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglicht. Doch weist sie gleichzeitig auf die wachsende Einkommensungleichheit in vielen Ländern hin, die zunehmende Unsicherheit auf den Arbeitsmärkten, die vielfach von hoher Arbeitslosigkeit, einem wachsenden informellen Sektor, fortdauernder Armut und ungenügendem Sozialschutz geprägt sind. Um künftig alle Menschen an den Vorteilen der Globalisierung teilhaben zu lassen, sollen die Bemühungen der Mitglieder verstärkt werden, die „ILO-Agenda für menschenwürdige Arbeit“ umzusetzen.
Diese umfasst vier konkrete Ziele: die Schaffung produktiver und ausreichend bezahlter Arbeitsplätze, die Einhaltung der Kernarbeitsnormen, sozialen Schutz und sozialen Dialog. „Sowohl Handels- als auch Finanzpolitik haben Auswirkungen auf die Beschäftigung. Die Rolle der ILO ist es, diese Beschäftigungseffekte zu bewerten, mit dem Ziel, Beschäftigung ins Zentrum der Wirtschaftspolitik zu rücken“, heißt es in der Erklärung. Die ILO bezeichnet das Dokument als „wohl wichtigste Neuerung“ seit rund 60 Jahren, als erstmals Vereinigungs- und Meinungsfreiheit, Armutsbekämpfung sowie der Dialog zwischen Regierungen und Sozialpartnern in den Mittelpunkt der ILO-Arbeit gestellt wurden.
Korruption im Wassersektor - 30.07.2008
Korruption im Wassersektor ist Ursache und Auslöser für die globale Wasserkrise, die Milliarden Menschenleben bedroht und die Umweltzerstörung verschlimmert: Dies ist die zentrale Aussage des “Global Corruption Report 2008: Corruption in the Water Sector” von Transparency International.
Es ist der erste Bericht dieser Art, der den Einfluss und die Reichweite der Korruption in verschiedenen Bereichen des Wassersektors untersucht. Eine Reihe von Problemen werden herausgestellt: Kleinkriminalität in der Wasserlieferung, die Plünderung von Finanzmitteln für Bewässerung und Wasserkraft im Zusammenhang mit Ausschreibungen, die Vertuschung industrieinduzierter Wasserverschmutzung und Betrug beim Wassermanagement und der Wasserverteilung.
„Wasser ist ein unersetzbarer Rohstoff und so wichtig für unsere Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit, Energie und unser Ökosystem. Aber das Wassermanagement und die Nutzung des Wassers wird von der Pest der Korruption heimgesucht“, sagt Huguette Labelle, Vorsitzende von Transparency International.
Nichtsdestotrotz zeigt der Global Corruption Report 2008 wirksame und umsetzbare Möglichkeiten im Kampf gegen Korruption im Wassersektor auf. Kernforderungen sind: Transparenz und Partizipation als Leitlinien im Wassersektor, Stärkung der Aufsichtsbehörden und Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs und einer verantwortlichen Umsetzung von Projekten.
Den Bericht “Global Corruption Report 2008: Corruption in the Water Sector” finden Sie unter: www.transparency.org/publications/gcr
BMU-Broschüre: Megatrends der Nachhaltigkeit - 30.06.2008
Globale Veränderungen werden das Leben in diesem Jahrhundert dramatisch beeinflussen: so z.B. die Klimaerwärmung, die Ressourcenknappheit oder der demografische Wandel. Wie diese Trends die Rahmenbedingungen des Alltags und des Wirtschaftens beeinflussen, zeigt die aktuell erschienene Broschüre „Megatrends der Nachhaltigkeit: Unternehmensstrategie neu denken“ des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
Die Broschüre verdeutlicht die Chancen und Risiken, die sich mit den Megatrends für Unternehmen verbinden, und zeigt Wege des Innovationsmanagements von der Trenderkennung zum Markterfolg auf. Denn: Unternehmen, die die globalen Veränderungen in ihrer Strategie berücksichtigen, vermeiden mögliche Risiken, nutzen aktiv neue Chancen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bmu.de/wirtschaft_und_umwelt/unternehmensverantwortung/doc/37049.php
World Business and Development Awards - 08.05.2008
Noch bis zum 30. Mai 2008 können sich Unternehmen für die World Business and Development Awards 2008 bewerben. Ausgezeichnet werden Projekte der Wirtschaft, die innerhalb des Kerngeschäftes dazu beitragen, die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.
Die Millenniumsentwicklungsziele, die von 189 Staaten unterstützt werden, umfassen u. a. Armutsbekämpfung, Verbesserung der Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, Verringerung der Kindersterblichkeit, Bekämpfung von Infektionskrankheiten sowie die Verbesserung des Umweltschutzes. Ausgeschrieben wird der Preis von der Internationalen Handelskammer (ICC), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem International Business Leaders Forum (IBLF). Die Ehrung der Gewinner findet am 24. September 2008 in New York statt.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.iccwbo.org/awards
Naturschutzgebiete erbringen hohe Wirtschaftsleistung - 05.05.2008
Die Naturschutzgebiete der Welt erbringen eine Wirtschaftsleistung von rund fünf Billionen US-Dollar pro Jahr und damit mehr als die weltweiten Automobil-, Stahl- und Softwarehersteller zusammen. Dies ist das Zwischenergebnis einer Studie, die im Auftrag der Bundesregierung und der EU-Kommission derzeit durch Pavan Sukhdev, Leiter der Abteilung „Globale Märkte“ der Deutschen Bank durchgeführt wird. Bei der Berechnung berücksichtigt wurden unter anderem die wirtschaftliche Bedeutung des Trinkwassers, das natürliche Schutzgebiete zur Verfügung stellen, der Wert der Küstenwälder für den Schutz vor Überschwemmungen, der Ökotourismus und die Nutzung von Pflanzen für die Arzneimittelproduktion.
Als große Gefahren für die biologische Vielfalt werden der Ausbau der Infrastruktur, der Klimawandel sowie die Landwirtschaft angesehen. Die Studie verweist zudem auf den engen Zusammenhang zwischen der Schädigung von Ökosystemen und der Armut.
Der komplette Bericht soll Ende Mai im Rahmen der UN-Konferenz zur Biodiversität in Bonn vorgestellt werden.
Wandel von Ökosystemen: Leitlinien für Unternehmen - 08.04.2008
Mit dem „Corporate Ecosystem Services Review“ bieten der World Business Council for Sustainable Development zusammen mit dem World Resources Institute und dem Meridian Institute Unternehmen Leitlinien zum Wandel von Ökosystemen.
Darin wird aufgezeigt, mit welchen Strategien den Unternehmensrisiken und -chancen begegnet werden kann, die sich durch die derzeitigen Entwicklungen in Ökosystemen ergeben. Angesprochen sind Branchen, die unmittelbar betroffen sind (z.B. Land- und Forstwirtschaft, Energiebranche oder Tourismus). Doch für Branchen wie Einzelhandel oder Finanzdienstleistungen ist die Publikation ebenfalls von Interesse, da auch hier Kunden oder Zulieferer im Einfluss von Ökosystemen stehen.
Mehr Informationen sowie den Download der Leitlinien finden Sie unter
www.wbcsd.org/plugins/DocSearch/details.asp?type=DocDet&ObjectId=Mjg5NjQ
Klimawandel bedroht Fischbestände - 18.03.2008
Nach dem aktuellen Report “In Dead Water” des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) werden mindestens drei Viertel der weltweiten Fischgründe durch den Klimawandel bedroht, da veränderte Meeresströmungen die Nahrungsgrundlagen verschieben.
Weiterhin könnten die zunehmenden Kohlendioxid-Emissionen zu einer Übersäuerung der Ozeane führen, was Auswirkungen auf den Kalkgehalt im Wasser hätte und somit auf die Bildung von Muscheln und Korallen. Zehn bis 15 Prozent der Weltmeere – und damit mehr als bisher angenommen – seien durch das gleichzeitige Auftreten von Überfischung, Küstenverschmutzung und Klimawandel besonders stark geschädigt.
Den Report „In Dead Water“ finden Sie unter http://unep.org/pdf/InDeadWater_LR.pdf
Google in Global Challenges Index aufgenommen - 13.03.2008
Im Rahmen des regulären Rebalancing des Global Challenges Index (GCX) werden fünf Unternehmen mit Wirkung zum 25. März 2008 ausgetauscht. Mit den Neuzugängen, darunter der US-Internet-Riese Google, sind weitere Vorreiterunternehmen identifiziert worden, die die Attraktivität des GCX zusätzlich steigern.
Neu im Nachhaltigkeitsindex sind neben Google das französische Pharmaunternehmen Boiron, der US-amerikanische Möbelhersteller Herman Miller, das schwedische Immobilienunternehmen JM Group sowie die britische Baumarktkette Kingfisher. „Mit diesen Unternehmen haben wir wieder überzeugende Kandidaten für den GCX gefunden“, so Rolf Häßler, Director Business Development bei oekom research. „Sie passen zur Philosophie des Index, Unternehmen auszuwählen, die einen richtungweisenden Beitrag zur Bewältigung der großen globalen Herausforderungen leisten.“ Der Global Challenges Index wurde von der Börse Hannover in Zusammenarbeit mit oekom research AG initiiert. Er umfasst 50 Unternehmen, die sich aktiv mit Themen wie Klimawandel, nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen, Armutsbekämpfung sowie Etablierung von Governance-Strukturen auseinandersetzen.
So hat beispielsweise GCX-Neuzugang Boiron strenge Standards in Bezug auf die Gewinnung der Rohstoffe und dabei insbesondere den Verzicht auf Gentechnik implementiert, die Gentechnikfreiheit aller landwirtschaftlichen Produktionsflächen ist zertifiziert. Die JM Group hat umfangreiche Maßnahmen und detaillierte Richtlinien eingeführt, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu verbessern und die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern zu fördern. Kingfisher hat sich bis 2011 zum Ziel gesetzt, 75 Prozent seines Holzes aus recycelten Materialien oder aus nach Nachhaltigkeitskriterien zertifizierten Wäldern zu gewinnen. Google hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien verstärkt zu nutzen. Ziel ist es, das Unternehmen CO2-neutral zu machen. Die Abgänger des Index sind die Unternehmen British Land, Coloplast, Liberty International, Northern Rock und Smith & Nephew.
Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG Hamburg und Hannover: „Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der globalen Herausforderungen in unserer Gesellschaft hat sich der Index als Orientierungshilfe für nachhaltige Investments etabliert. Die neuen Unternehmen machen den GCX noch attraktiver.“
Pressemitteilung Rebalancing März 2008
Risikobericht „Global Risks 2008“ - 03.03.2008
Die Organisatoren des Weltwirtschaftsforums veröffentlichten im Vorfeld des Jahrestreffens in Davos im Januar 2008 den Bericht „Global Risks 2008“. Er hebt die wichtigen Risikobereiche hervor, die sich in den nächsten zehn Jahren auf Weltwirtschaft und Gesellschaft auswirken werden: Finanzrisiko, Lebensmittelsicherheit, Anfälligkeit der Lieferkette und Energie.
Finanzrisiko
Die Veränderungen auf den Finanzmärkten in den vergangenen 20 Jahren führten zu einer Dezentralisierung der Risikoverantwortung und zu größeren Möglichkeiten für die Übertragung von Risiken zwischen einzelnen Firmen und Märkten. Unter normalen Marktbedingungen hat das Finanzsystem seine Fähigkeit zur Risikoübernahme und -verteilung verbessert und ist stabiler geworden. Aber zur Minderung der Auswirkungen der Finanzkrise, die 2007 zu beobachten war, fordert der Bericht verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor.
Lebensmittelsicherheit
2007 erreichten die Preise für viele Hauptnahrungsmittel Rekordhöhen, und die weltweiten Lebensmittelreserven befinden sich auf einem 25-Jahrestief. Somit ist das weltweite Lebensmittelangebot anfällig für eine internationale Krise oder eine Naturkatastrophe – in einigen Fällen führte dies 2007 zu politischer Instabilität und Unruhen. Mit Blick auf die Zukunft geht Global Risks 2008 davon aus, dass sich die Antriebskräfte der globalen Lebensmittelunsicherheit in den kommenden zehn Jahren noch verschärfen werden.
Anfälligkeit der Lieferkette
Verbesserungen bei Technologie und globaler Logistik sowie niedrigere Handelsbarrieren haben in den vergangenen 20 Jahren zu einer historischen Ausweitung des internationalen Handels geführt. Diese Verbesserungen haben im Allgemeinen ein Mehr an Effizienz und globalem Wohlstand mit sich gebracht. Allerdings kann eine Optimierung der Lieferketten auch Störungsanfälligkeiten und Risikokonzentrationen zur Folge haben. Die Schaffung einer neuen Risikokultur in diesem Bereich sowie ein internationales Herangehen an das Management von Lieferkettenrisiken im privaten und öffentlichen Sektor sind die ersten wichtigen Schritte hin zu einer allgemeinen Risikominderung.
Energie
Die Verfügbarkeit von Energieressourcen ist der entscheidende Schlüsselfaktor für die Weltwirtschaft, aber es wird zunehmend schwieriger, ein sicheres und nachhaltiges Angebot zu garantieren, das dabei auch noch im Einklang mit den globalen Verpflichtungen einer Senkung der Emission von Treibhausgasen steht. Da prognostiziert wird, dass die Nachfrage nach Öl bis 2030 um 37 Prozent gegenüber dem heutigen Stand steigen wird, sieht der Bericht kaum Spielraum für sinkende Energiepreise in den nächsten zehn Jahren.
Den Bericht finden Sie unter www.weforum.org/pdf/globalrisk/report2008.pdf
Interaktive Weltkarte der Klimapolitik - 06.02.2008
Mit der Weltkarte der Klimapolitik präsentiert der Unternehmensverband econsense ein neues Online-Tool, das klimapolitische Zusammenhänge transparenter macht und länderübergreifende Informationen zur Klimapolitik bereitstellt.
Im „Map Creator“ lassen sich interaktiv Weltkarten zur Klimapolitik erstellen. Kombinierbar sind dabei Daten und Indikatoren für 14 Länder und Regionen der Welt, unter anderem:
- Klimapolitische Instrumente: Energieeffizienz, CO2-Steuer, erneuerbare Energien
- Kyoto-Protokoll: Ratifizierung, Ziele, Umsetzung
- Treibhausgasemissionen: pro Kopf, nach Sektoren und im Vergleich zur Wirtschaftskraft
- Energieverbrauch: nach Energiequellen, pro Kopf und Anteil der erneuerbaren Energien
- Bioenergieproduktion: Biogas und Biokraftstoffe
- Sozio-ökonomische Daten: Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftswachstum
Jede selbst kombinierte Weltkarte sowie die zugrunde liegenden Daten können kostenfrei heruntergeladen werden.
Ergänzend bieten die „Fact Sheets“ eine Auswahl klimapolitischer Informationen nach Ländern oder Themen. Auf ein bis zwei Seiten werden die Kerndaten in Grafiken und Tabellen zusammengefasst. Für die individuelle Recherche bietet die Website einen Katalog der nationalen Rechtsgrundlagen der Klimapolitik. Über Links können Rechtsnormen sowie zentrale politische Aktionsprogramme eingesehen werden.
Die Weltkarte der Klimapolitik finden Sie unter www.weltkarte-klimapolitik.de
UN-Studie bestätigt globale Herausforderungen - 28.12.2007
Klimawandel, Biodiversität und Trinkwasser sind die größten weltweiten Umweltprobleme der kommenden Jahrzehnte. Das ergab der vierte Global Environmental Outlook (GEO-4) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).
60% aller Ökosysteme sind demnach geschädigt und werden übernutzt. Drei Millionen Menschen sterben jährlich aufgrund fehlenden oder verschmutzten Trinkwassers, 1,8 Milliarden Menschen werden nach Einschätzung der über 400 an der Studie beteiligten Wissenschaftler in den kommenden 20 Jahren unter extremer Wasserknappheit leiden.
Als Hauptursachen sieht die Studie die wachsende Weltbevölkerung, deren Konsum und die Intensivierung der Landwirtschaft, die eine ebensogroße Bedrohung wie der Klimawandel sei. So werden 70% der verfügbaren Süßwasservorkommen zur Bewässerung von Feldern verbraucht. Dort werden große Mengen an Düngern und Pestiziden eingesetzt, die das Grund- und Trinkwasser verunreinigen. Gleichzeitig verarmen Flora und Faune.
Die Studie steht als Download bereit unter www.unep.org/geo/geo4
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Anleger optimistisch für das Börsenjahr 2008 - 06.12.2007
Umfrage der Börsen Hamburg-Hannover zeigt positiven Trend – Nachhaltigkeit ist Top-Thema 2008
Die von den Börsen Hamburg-Hannover Ende November 2007 ermittelten Trends bei deutschen Anlegern sind überwiegend positiv, so das Ergebnis einer vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Umfrage. Demnach bringt das jüngste Auf und Ab an den Börsen die Marktteilnehmer nicht aus der Ruhe.
Mehr als 70 Prozent von ihnen blicken optimistisch ins Jahr 2008 und erwarten, dass der DAX nächstes Jahr um bis zu 10 Prozent ansteigt oder sein Niveau hält. Entsprechend hoch ist die Bereitschaft, Geld neu anzulegen: 56 Prozent wollen im kommenden Jahr investieren.
Nachhaltigkeit ist der mit Abstand am häufigsten von den Befragten ausgewählte Bereich, der für Investments infrage kommt. Offenbar trauen die Anleger Unternehmen, die sich beispielsweise auf die Umwelttechnik konzentrieren, nächstes Jahr ein hohes Ertragspotenzial zu.
Die Umfrageergebnisse im Überblick
NORD/LB bietet GCX Nachhaltigkeits-Anleihe an - 24.09.2007
Basierend auf den Anforderungen des Global Challenges bietet die NORD/LB ein weiteres innovatives Finanzprodukt an: die GCX Nachhaltigkeits-Anleihe.
Die "GCX Nachhaltigkeits-Anleihe" (ISIN / WKN: DE000NLB23G2 / NLB23G) hat eine Laufzeit von fünf Jahren und bietet bei 100%iger Kapitalgarantie die Chance auf einen attraktiven Ertrag. Die Höhe der Zinszahlung ergibt sich aus der festgestellten Wertentwicklung des Global Challenges Index (GCX) vom Emissionszeitpunkt bis zum Bewertungstag am Laufzeitende. Mit einer Partizipation von 75% profitiert der Anleger bei 100%iger Kapitalgarantie an der Wertentwicklung des Index. Flexibilität und geringes Verlustrisiko geben dem Anleger die Möglichkeit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen und verantwortungsvollen Wirtschaften zu leisten.
Börse Hannover lanciert globalen Nachhaltigkeitsindex - 03.09.2007
Global Challenges Index hat richtungweisende nachhaltige Unternehmen im Fokus – Orientierung an sieben Handlungsfeldern – Erste Indexprodukte von NORD/LB und NORDCON
Heute präsentieren die Börse Hannover und oekom research den Global Challenges Index. Dieser ist auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends ausgerichtet, denen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft gegenüberstehen: Klimawandel, Armut, Trinkwasserknappheit, nachhaltige Waldwirtschaft, Artenvielfalt, Bevölkerungsentwicklung und Good Governance. „Der Global Challenges Index ist eine Innovation am Finanzmarkt. Durch seine Orientierung an konkreten Handlungsfeldern wird das Thema Nachhaltigkeit für Anleger greifbar“, sagt Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG Hamburg und Hannover.
Der Global Challenges Index umfasst 50 Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung für die zukünftige globale Entwicklung aktiv stellen, indem sie substanzielle und richtungweisende Beiträge zur Bewältigung dieser globalen Herausforderungen leisten. „Aus Investmentgesichtspunkten sind die im Global Challenges Index gelisteten Unternehmen attraktiv, weil sie sich Chancen für ihre Geschäftsentwicklung sichern und gleichzeitig versteckte Risiken mindern“, erläutert Peters. Die Ergebnisse des Performance-Backtestings bestätigen dies: Seit Anfang 2002 hätte sich der Global Challanges Index um rund 15 Prozentpunkte besser entwickelt als der weltweite Aktienindex MSCI World.
„Bei der Auswahl der Unternehmen für den Global Challenges Index legen wir besonders strenge Maßstäbe an“, betont Robert Haßler, Vorstand der Nachhaltigkeitsrating-Agentur oekom research: „Ein zweistufiger Auswahlprozess stellt sicher, dass nur diejenigen Unternehmen in den Index aufgenommen werden, die erstens das Thema Nachhaltigkeit umfassend in ihren Geschäftsprozessen verankert haben und zweitens in ihren Aktivitäten substanziell dazu beitragen, die globalen Herausforderungen zu bewältigen.“ Ausgeschlossen von der Aufnahme sind Unternehmen, die in kontroversen Geschäftsfeldern wie Atomenergie, Biozide, Chlorchemie, grüne Gentechnik oder Rüstung aktiv sind. Auch Verstöße gegen Menschenrechts- und Arbeitsnormen sowie die Beteiligung an Korruption und Bilanzfälschung führen zum prinzipiellen Ausschluss.
Mit der Titelauswahl realisiert der Global Challenges Index eine Mischung aus weltweit tätigen Großunternehmen wie BT Group, Ricoh oder Unilever sowie kleinen und mittleren Unternehmen wie Evergreen Solar, BWT oder Vestas Windsysteme. Enthalten sind Titel aus Europa und den G7-Staaten. Die Gewichtung der Unternehmen erfolgt nach Marktkapitalisierung, wobei Einzelwerte mit maximal 10 Prozent gewichtet werden. Folgende deutsche Unternehmen sind im Index vertreten: Conergy, Henkel, Münchener Rück, Nordex, Q-Cells, SAP, Solarworld und Vossloh. Zweimal jährlich überprüft oekom research die Zusammensetzung des Global Challenges Index. „Unternehmen, die unseren definierten Anforderungen nicht mehr genügen, werden jeweils per Ende März und per Ende September eines Jahres ausgetauscht“, erklärt Haßler.
Ein prominent besetzter Beirat hat die Entwicklung des Konzepts aktiv begleitet. Dr. Rolf Krämer von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover: „Der Global Challenges Index verbindet in idealer Weise nachhaltiges Wirtschaften und innovatives Gestalten mit der Aussicht auf einen angemessenen Ertrag. Die Kirchen sehen in diesem Index eine Leitschnur für ethische Investitionsentscheidungen, die eine gerechtere Welt und die Bewahrung der Schöpfung im Blick haben.“ Auch Dr. Hermann Falk vom Bundesverband Deutscher Stiftungen äußert sich positiv: „Besonders wertvoll ist der Global Challenges Index deshalb, weil die Kriterien handlungsbetont sind – es werden nur die Unternehmen mit einer Berücksichtigung in diesem Index belohnt, die besondere Aktivitäten zur positiven Gestaltung der globalen Herausforderungen zeigen. Passive Katastrophengewinner dürfen nicht mehr investitionswürdig sein.“
Uwe Bergmann, Leiter Sustainability Issue Management bei Henkel: „Wir begrüßen den Ansatz des Global Challenges Index, die zukünftigen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen mit der Verantwortung der Unternehmen in ihrem Kerngeschäft zu verknüpfen. Die Aufnahme in den Index bestätigt uns, dass unsere Strategie des nachhaltigen und gesellschaftlich verantwortlichen Wirtschaftens auch extern verstanden wird. Bewertungen wie diese zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und liefern uns Feedback zu Verbesserungsmöglichkeiten."
Zum Launch des Global Challenges Index bringen NORD/LB und NORDCON Investment Management AG bereits entsprechende Produkte auf den Markt: Die NORD/LB lanciert das „NORD/LB Global Challenges Index Endloszertifikat“, die NORDCON AG bietet ab sofort für institutionelle Investoren den „NORDCON Global Challenges Index-Fonds“ an.
NORDCON legt Global Challenges Index-Fonds auf - 03.09.2007
Bereits mit dem Start des Global Challenges Index der Börse Hannover wird es einen ersten Fonds der NORDCON Investment Management AG auf den Index geben. Der Fonds wird den Index nach den Maßgaben des deutschen Investmentgesetzes nahezu 1:1 nachbilden und institutionellen Anlegern die Partizipation an einem auf Nachhaltigkeit angelegten Wachstum von Unternehmen ermöglichen. Er ist börsentäglich verfügbar. Der Ausgabepreis zum Start am 03.09.2007 liegt bei 100,00 EUR, die Depot- und Verwaltungsgebühren betragen lediglich 0,5 Prozent. In der Startphase entfällt der Ausgabeaufschlag für institutionelle Anleger.
Die NORDCON Investment Management AG mit Sitz in Hannover ist die Kapitalanlagegesellschaft der NORD/LB. Zum 31.07.2007 betreut sie mit 43 Mitarbeitern institutionelle Spezial- und Publikumsfonds sowie Advisory-Mandate in Höhe von rund 8,2 Mrd. EUR. Die NORDCON Investment Management AG steht mit ihren Vermögensverwaltungsleistungen unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Mit der Auflage des Fonds erhält der Global Challenges Index den Status eines von der BaFin anerkannten Indexes.
Pressemitteilung der NordLB zum Launch des Index-Fonds und zum Endlos-Zertifikat
NORD/LB-Endlos-Zertifikat auf den Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover - 03.09.2007
Seit heute notiert mit dem „Global Challenges Index“ (GCX) erstmals ein Nachhaltigkeitsindex an der Börse Hannover.
Zeitgleich emittiert die Norddeutsche Landesbank ein Endlos-Zertifikat auf diesen neuen, innovativen Index, das ebenfalls an der hannoverschen Börse notiert.
Das Zertifikat mit der Wertpapier-Kenn-Nr. NLB221 (ISIN: DE000NLB2211) bildet den GCX im Verhältnis 1:100 ab; bei einem anfänglichen Indexstand von z.B. 1000 Indexpunkten kostet also ein Zertifikat 10 Euro. Damit partizipiert der Käufer 1:1 an der Indexentwicklung. Die kleinste Stückelung beträgt 1 Zertifikat, so dass auch Privatkunden das GCX-Zertifikat erwerben können.
Durch die unbegrenzte Laufzeit des Zertifikats unterstreicht die NORD/LB den Nachhaltigkeits-Charakter dieser Anlageform. Somit eignet sich dieses „saubere Investment“ insbesondere für langfristige Engagements.
Das Zertifikat kann bundesweit bei allen Sparkassen und Banken sowie bei der NORD/LB direkt erworben werden.
Pressemitteilung der NordLB zum Launch des Index-Fonds und zum Endlos-Zertifikat