Das Universum wird laufend durch oekom research überwacht, jeweils Ende März und Ende September eines Jahres wird die Zusammensetzung des Index überprüft. Unternehmen, die den definierten Anforderungen nicht mehr genügen, werden zu diesen Zeitpunkten ausgetauscht.
Rebalancing per 1. April 2010
Das Schweizer Unternehmen Geberit
(ISIN CH0030170408) ist ab dem 1. April 2010 Mitglied im Global
Challenges Index (GCX), dem Aktienindex der Börse Hannover für
nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. Dafür wird der japanische
Versicherer Sompo Japan nach seiner Fusion mit Nipponkoa aus dem GCX
genommen.
Der Sanitärtechnikanbieter Geberit engagiert sich in besonderem Maße im
Bereich wassersparender Produkte. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der
Reduzierung des Wasserbedarfs in der Nutzungsphase der Produkte und
leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wasserressourcen. Die Produktpalette ist
sowohl für Neubau- als auch für Renovierungs- und
Modernisierungsprojekte geeignet.
Das reguläre Rebalancing des GCX erfolgt halbjährlich und findet das
nächste Mal am 17. September 2010 statt.
Rebalancing per 19. März 2010
Zum 19.03.2010 werden keine Änderungen in der Zusammensetzung des GCX vorgenommen.
Rebalancing per 16. Februar 2010
Die Aktie des Schienenlogistikers Canadian National Railway (ISIN CA1363751027) ist künftig im Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover vertreten. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal rückte außerplanmäßig in den Nachhaltigkeitsindex auf, nachdem das bisherige GCX-Mitglied Burlington Northern Santa Fe durch den US-Investor Warren Buffett übernommen wurde und nicht mehr an der Börse notiert wird.
Rebalancing per 5. November 2009
Friends Provident wird wegen der Übernahme des Unternehmens durch
Resolution aus dem GCX genommen. An seine Stelle rückt Reed Elsevier.
Das britische Medienunternehmen fällt im Branchenvergleich durch
besonders ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen auf. Dazu zählen
entsprechende Managementstrukturen und klare Verantwortlichkeiten, die
Einführung einer Klimaschutzstrategie, eine Selbstverpflichtung zur
Reduzierung der Klimaauswirkungen sowie konkrete Maßnahmen, um dieses
Ziel zu erreichen, z. B. durch Bezug von grünem Strom und durch
Neutralisierung von THG-Emissionen. Das Unternehmen hat verschiedene
Maßnahmen ergriffen, um die Nachverfolgbarkeit des Ursprungs von
Papier, das für die Medienproduktion verwendet wird, zu verbessern.
Damit soll gewährleistet werden, dass nur Papier aus legalen Quellen
verwendet wird.
Rebalancing per 21. September 2009
Im Rahmen der regulären Überprüfung der Zusammensetzung des Global Challenges Index (GCX) zum 21.09.2009 wird ein Unternehmen ausgetauscht, das gegen die strengen Kriterien des Index verstoßen hat. Betroffen ist diesmal der französische Automobilzulieferer Michelin, dem Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Erweiterung von unternehmenseigenen Kautschukplantagen in Nigeria vorgeworfen werden.
Den Vorwürfen zufolge wurden dazu die Landrechte indigener Dorfgemeinschaften ohne deren Zustimmung beschnitten, ohne diese dafür angemessen zu entschädigen. Durch die Zerstörung der Äcker sei Ihnen die Lebensgrundlage genommen worden. Zudem kam durch die Plantage auch die Versorgung mit traditionellen Heilpflanzen und Fleisch aus dem Wald zum Erliegen. Darüber hinaus gibt es glaubwürdige Berichte über Einschüchterungen der Anwohner durch von Michelin angeheuerte Polizeikräfte.
Als Nachrücker wird das US-amerikanische Hard- und Softwaredienstleistungsunternehmen EMC in den Index rücken. EMC entwickelt, produziert und vertreibt Hard- und Softwareprodukte wie auch Services für die Speicherung und Verwaltung elektronischer Informationen. Das Unternehmen hat eine für die Branche vorbildliche Klimastrategie verabschiedet, die konzernweit Anwendung findet. Es führt außerdem umfassende Maßnahmen zur Überwindung des sog. digitalen Grabes durch. So ist EMC beispielsweise Mitglied im United Nations Global Alliance for Information and Communication Technology for Development (UNGAID). Die neue Zusammensetzung des GCX gilt ab dem 21.09.2009.
Rebalancing per 23. März 2009
Im Rahmen des Rebalancing per März 2009 gab es keine Änderungen in der
Zusammensetzung des Index.
Rebalancing per 22. September 2008
Im Rahmen des Rebalancing zum 22. September 2008 werden die Unternehmen Electrolux und Unilever N.V. aus dem Index genommen. Bei Electrolux sind Fälle von Kinderarbeit in der Zulieferkette ausschlaggebend für den Ausschluss. Positiv ist hier allerdings hervorzuheben, dass das Unternehmen selbst diese Fälle aufgedeckt und im unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsbericht transparent gemacht hat. Sollten die nun eingeleiteten Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Fälle in der Zukunft greifen, ist das Unternehmen wieder ein Kandidat für den GCX.
Die niederländische Unilever verstößt gleich mehrfach gegen die Ausschlusskriterien des GCX. So deckte die Menschenrechtsorganisation SOMO in einer aktuellen Studie beispielsweise auf, dass auf der konzerneigenen Teeplantage Kericho in Kenia Diskriminierung in Form von sexueller Nötigung oder erzwungenen Schwangerschaftstests praktiziert wird. SOMO dokumentiert in ihrer Studie zudem umfassende gewerkschaftsfeindliche Aktivitäten des indischen Tochterunternehmens Hindustan Unilever Limited in einer Fabrik im indischen Bundesstaat Assam. So forderte Hindustan Unilever von dortigen Mitarbeitern u. a. den Austritt aus der nicht erwünschten Gewerkschaft Hindustan Lever Workers Union und den Eintritt in eine neu gegründete, unternehmensfreundliche Gewerkschaft.
Als Nachrücker wurden der französische Pharmakonzern sanofi-aventis und der deutsche Kupferproduzent Norddeutsche Affinerie in den GCX aufgenommen. Sanofi-aventis überzeugt durch ein umfassendes Programm zur Verbesserung des Zugangs zu Medikamenten in Entwicklungsländern. Im Fokus stehen dabei sechs in diesen Ländern weit verbreitete Krankheiten, unter anderem Malaria, Tuberkolose und die Schlafkrankheit. Die Norddeutsche Affinerie ist der weltweit größte Kupferrecycler. Durch den Einsatz von Altmetall werden Ressourcen und Umwelt geschont, zudem können problematische kupferhaltige Abfälle, wie beispielsweise Elektroschrott, durch Recyclingverfahren sicher und wirtschaftlich sinnvoll entsorgt werden.
Rebalancing per 20. März 2008
Im Rahmen des Rebalancing zum März 2008 werden die Unternehmen British
Land, Coloplast, Liberty International, Northern Rock und Smith &
Nephew aus dem Index genommen. Die Gründe für die Streichung waren
dabei unterschiedlicher Natur. Bei Coloplast und Smith & Nephew gab
es Verstöße gegen die strengen Ausschlusskriterien des Index. So konnte
Coloplast im aktuellen Rating von oekom research die Anforderungen an
die sozialen und umweltbezogenen Leistungen der Medizintechnikbranche
nicht erfüllen und erreichte nicht den „prime“-Status, der
Grundvoraussetzung für die Aufnahme in den Index ist. Bei Smith & Nephew gab
es einen Verstoß gegen das Ausschlusskriterium Korruption. Bei Northern
Rock war die Verstaatlichung des Unternehmens ausschlaggebend, bei den
beiden Unternehmen British Land und Liberty International die
eingeschränkte Investierbarkeit für deutsche Anleger, die sich aus der
Rechtsform „Real Estate Investment Trust (REIT)“ ergibt.
Neu aufgenommen werden das französische Pharmaunternehmen Boiron, der
US-amerikanische Internet-Anbieter Google, der US-amerikanische
Möbelhersteller Herman Miller, das schwedische Immobilienunternehmen JM
Group sowie die britische Baumarktkette Kingfisher.
Rebalancing per 21. September 2007
Im Rahmen des Rebalancing per Ende September 2007 gab es keine
Änderungen in der Zusammensetzung des Index.