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Handlungsfelder Indexstruktur Methode Beirat
 
GLOBAL CHALLENGES INDEX

Der Global Challenges Index ist eine echte Innovation am Finanzmarkt. Mit ihm wird die Dynamik des Leitbildes Nachhaltige Entwicklung erstmals konsequent und nachvollziehbar in einem Index abgebildet. Nachhaltig orientierte Investoren profitieren vom Global Challenges Index, denn er

  • konkretisiert das Thema „Nachhaltigkeit“ durch die Fokussierung auf sieben zukunftsrelevante Handlungsfelder,
  • legt strenge und konsequente Leistungskriterien an die gelisteten Unternehmen an,
  • identifiziert Vorreiterunternehmen, die Chancen des globalen Wandels aktiv nutzen.

Der Global Challenges Index ist ausgerichtet auf sieben globale Herausforderungen dieses Jahrtausends, denen sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen müssen:

  • die Bekämpfung der Ursachen und Folgen des Klimawandels
  • die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser
  • die Beendigung der Entwaldung und die Förderung nachhaltiger Waldwirtschaft
  • den Erhalt der Artenvielfalt
  • den Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung
  • die Bekämpfung der Armut
  • die Unterstützung verantwortungsvoller Führungs- (Governance-) Strukturen


Der Global Challenges Index umfasst Unternehmen, die sich dieser Verantwortung aktiv stellen und substanzielle, richtungweisende Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen leisten. Der Index enthält 50 Titel weltweit tätiger Großunternehmen sowie kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die durch ihre Produkt- und Dienstleistungspalette eine nachhaltige Entwicklung fördern und sich gleichzeitig Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung erschließen.

Die Auswahl der Unternehmen erfolgt nach strengen Kriterien: oekom research bewertet die Wertpapieremittenten hinsichtlich ihres sozialen und umweltbezogenen Engagements sowie der Einhaltung strenger Ausschlusskriterien. Ein unabhängiger Beirat unterstützt die Entwicklung des Auswahlprozesses.

Die Auswahl der Themen für den Index basiert auf international anerkannten Zielsystemen wie den "Millenium Development Goals" der Vereinten Nationen, dem „Global Environmental Outlook" des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und den zehn Prinzipien des "UN Global Compact", in denen die großen globalen Herausforderungen skizziert werden. Eine ähnliche Auswahl wie der GCX hat beispielsweise auch Axel Hesse (SD-M) in dem "Big Six" Ansatz getroffen.


AKTUELLE NACHRICHTEN

Artenschwund birgt Risiken für Unternehmen und Investoren
Die Zukunft ganzer Branchen ist abhängig vom Erhalt der Artenvielfalt. So lautet das Ergebnis des „Theme Report Biodiversity“, das der Europäische Fachverband für nachhaltiges Investment (Eurosif) gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsratingagentur oekom research heute publiziert. Das Hintergrundpapier richtet sich in erster Linie an Investoren, Fondsmanager und Vermögensverwalter.

Matt Christensen, Geschäftsführer von Eurosif: "Der Verlust der Artenvielfalt und die Einschränkungen der Ökosystem-Leistungen beinhalten Risiken für zahlreiche Bran-chen. Gleichzeitig eröffnet das aktive Management dieser Aspekte im Rahmen eines umfassenden sozialen und umweltbezogenen Managementsystems neue Marktchan-cen. Für den Finanzsektor zählen dazu unter anderem neue Finanzprodukte mit Bezug zum CO2-Management und -Handel, spezifische Bankleistungen oder Nachhaltigkeits-fonds mit Fokus auf Biodiversität und Umwelttechnologien."

Vor allem Land- und Forstwirtschaft, Papierindustrie und Tourismus sind angewiesen auf den Erhalt der Artenvielfalt, intakte Böden und Landschaften. Neben Bau- und Bergbauunternehmen sind es jedoch diese Branchen, die auch besonders stark in das System eingreifen.

Biodiversität ist damit eine risikorelevante Größe für Unternehmen und Branchen. Der Bericht unterscheidet verschiedene Risikokategorien: beispielsweise regulatorische und physische Risiken, aber auch Marktpreis- und Reputationsrisiken. Die Autoren zeigen für die genannten Branchen, wo die konkreten Bedrohungen aber auch die Chancen von Unternehmen liegen.

Rolf D. Häßler, Director Business Development bei oekom research resümiert: "Derzeit lässt sich der ökonomische Wert von Biodiversität und Ökosystem-Leistungen nicht umfassend bestimmen. Klar aber ist, dass sich diejenigen Unternehmen deutliche Wettbewerbsvorteile erarbeiten, die Biodiversitätsaspekte in ihr Nachhaltigkeits- beziehungsweise Risikomanagement integrieren. Der Schwerpunkte sollte dabei auf der Identifikation, Messung und externen Berichterstattung der positiven wie negativen Auswirkungen der eigenen Aktivitäten auf Artenvielfalt und Ökosysteme liegen."

Den sechseitigen „Theme Report Biodiversity“ können Sie herunterladen unter:
www.eurosif.org/publications/sector_theme_reports

 
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